H&M

25. Juni 2010 von  
Abgelegt unter: H&M

Das schwedische Textileinzelhandelsunternehmen H&M (Hennes & Mauritz) ist aus der Kleidungsindustrie nicht mehr wegzudenken. Mit mehr als 2.000 Filialen in 35 Ländern, rund 73.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 10,8 Milliarden Euro zählt die Aktiengesellschaft zu den erfolgreichsten Handelsunternehmen der Welt. Deutschland zählt dabei zu den wichtigsten Absatzländern. Etwa ein Viertel der Gesamtumsätze werden in der Bundesrepublik erzielt. Dass bereits 346 Geschäfte in 202 deutschen Städten eröffnet wurden, ist somit nicht verwunderlich.

Unter dem Firmenmotto “Mode und Qualität zum besten Preis” werden Bekleidungs- sowie Kosmetikprodukte für Herren, Damen und Kinder angeboten. Trotz der geringen Preise wird dem Kunden das Gefühl vermittelt, er kaufe in einem exklusiven Designergeschäft ein. Dafür sprechen einerseits die modisch-hochwertigen Kollektionen, andererseits auch die prominenten Werbestars. Topmodels wie Kate Moss oder Lena Gercke, die erste Gewinnerin der Castingshow “Germanys next Topmodel”, sind bereits für groß angelegte Werbekampagnen engagiert worden.

Die Erfolgsgeschichte des Einzelhandelsunternehmen begann im Jahre 1947 in der schwedischen Großstadt Västeras. Firmengründer Erling Persson war kurz zuvor in die Vereinigten Staaten gereist und kam mit der Geschäftsidee zurück, hochwertige Mode zum günstigen Preis zu verkaufen. Unter dem Firmenname Hennes (schwedisch: Für Sie) eröffnete er ein kleines Geschäft und bot zunächst ausschließlich Damenmode an. Die wirtschaftliche Entwicklung verlief so positiv, dass im Jahre 1968 das Herrenmodegeschäft “Mauritz Widfors” aufgekauft werden konnte. So entstand nicht nur der Geschäftsname Hennes & Mauritz, sondern auch das Konzept, Frauen und Männer gleichermaßen mit preiswerter Mode auszustatten.

Im Gegensatz zu vielen anderen Textileinzelhandelsunternehmen verfügt H&M über keine eigenen Produktionsstätten. Stattdessen findet eine Zusammenarbeit mit rund 700 Herstellern statt; die meisten davon befinden sich in Asien. Genau diese Tatsache brachte dem Unternehmen jedoch Kritik ein. So behauptete ein schwedischer Fernsehsender, dass in der Herstellung Baumwolle aus Usbekistan verwendet wird. Ein Staat, in dem Kinderarbeit zur Regel geworden ist. Die Geschäftsführung von H&M hat jedoch prompt reagiert und all seine kooperierenden Hersteller dazu aufgefordert, keine Baumwolle mehr zu verwenden, die per Kinderarbeit entstanden ist. Weiterhin findet eine Kooperation mit der UNICEF statt, um die Behörden über die Gefahren der Kinderarbeit aufzuklären.

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